Qualitätsanspruch

 
 

97% unserer Kunden tragen ihre Hörsysteme mehr als 10 Stunden täglich und dafür gibt es gute Gründe…

Bereits 1991 haben wir eine Probezeit in der Versorgung mit Hörsystemen eingeführt und waren dadurch Vorreiter im Kampf gegen „Schubladengeräte“.

 

Seit dieser Zeit ist es unser erklärtes Ziel, jede Versorgung mit dem Hintergrund eines echten Nutzens für den Anwender umzusetzen. Das Hörsystem in der Versorgung ist Mittel zum Zweck. Bei uns gehören zu einer erfolgreichen Versorgung erfahrene Mitarbeiter in der Beratung, ein ausgeklügeltes und bewährtes Anpasskonzept, die Berücksichtigung der individuellen Parameter bei der Einstellung und eine professionelle Nachbetreuung.

 

Nur ein kleines Unternehmen mit einem hohen Qualitätsanspruch, wie wir es sind, kann Ihnen diese Individualität bieten. Wir haben deshalb ausschließlich ausgebildete Hörakustiker und Hörakustikmeister, die diesen Qualitätsanspruch tragen, beschäftigt und verzichten auf Anlernkräfte.

 

Wir arbeiten ausschließlich mit Herstellern zusammen, die Produkte mit gleichem Qualitätsanspruch liefern und entsprechenden Service bieten. Wir analysieren im Qualitätsverband der ProAkustik mit 180 Betrieben Deutschlandweit regelmäßig diese Qualität und geben Rückmeldung an die Industrie.

 

Wir verwenden Anpass- und Messverfahren, die weit über die gesetzlichen und vertraglichen Anforderungen jeglicher Kostenträger hinausgehen.

 

Unsere Nachbetreuung beinhaltet eine jährliche Einstellungsoptimierung in gleicher Qualität wie die Neuversorgung, um auf Hörveränderungen zu reagieren und sich nicht an Verschlechterungen zu gewöhnen.

 

Das teuerste Hörsystem ist das, das Sie nicht tragen, egal zu welchem Preis! Gehen Sie auf Nummer sicher und vertrauen Sie auf unsere Erfahrung und unsere gleichbleibend hohe Qualität seit vielen Jahren.

 

Gerne stehe ich Ihnen auch persönlich zur Verfügung.

Rufen Sie mich an oder vereinbaren Sie einen Termin.

 

 

Rainer Baumann

Hörakustikmeister

 

Hörminderung

Nicht nur Lärm und Alter schädigen das Hörvermögen. Erkrankungen (Meningitis, Röteln und Infektionen) können ursächlich verantwortlich sein. Auch Unfälle, Hörstürze, Alkohol-, Tabak-, Medikamente- und Drogenmissbrauch führen zu Hörverlusten. Aber auch Fehlverhalten in der Schwangerschaft und Mittelohrentzündungen gefährden insbesondere ein Kleinkind permanent.

 

Zunahme von Hörschädigungen

Durch die immer älter werdende Gesellschaft, aber auch durch den ständigen „vermeintlichen“ Musikgenuss, sowie die ständige Lärmbelastung unserer Konsumgesellschaft nimmt die Anzahl der Hörgeschädigten zu. Heut lebt niemand mehr in Ruhe. Unsere Ohren vollbringen täglich wahre Höchstleistungen. Das geht nicht ohne Spuren an uns vorüber.

Der Hörverlust 

20.000 Sinneszellen besitzt das menschliche Ohr. Die meisten Hörstörungen sind auf den Funktionsausfall dieser Sinneszellen zurückzuführen. Man spricht von Innenohrschwerhörigkeit.

Meist ist das Hörvermögen für hohe Töne betroffen (Konsonanten, die uns die feine Unterscheidung ermöglichen) - und damit wird das wichtigste Kommunikationsmittel, die Sprache, schwer verständlich. Vokale (diese sind meist weniger betroffen) sind im Tieftonbereich angesiedelt und vermitteln hauptsächlich die Lautstärke. Deshalb hört man immer wieder:

 

„Ich höre alles noch ganz gut. Nur verstehe ich das Meiste nicht.“

 

Der Hörgeschädigte hört nicht zu leise, sondern falsch

Menschen mit Innenohrstörungen können verschiedene Tonhöhen schlechter unterscheiden als ein Normalhörender. Zusätzlich fällt es ihnen schwer, den zeitlichen Ver­lauf von Sprache (das sog. Zeitmu­sterbild - daran erkennen wir Sprache) zu erkennen.

Oft wird lauter Schall stär­ker und unangenehmer empfunden als von einem Normalhörenden. Deshalb wird jemand, der sehr laut spricht, schnell als „Schreihals“ empfun­den. Man spricht vom sog. Recruitment. Der Innenohrge­schädigte hört eigentlich nicht zu leise, sondern falsch. Die Sprache wird undeutlich.

 

Typisches Zeichen:

Im Gespräch mit mehreren oder in Situationen mit starken Nebenge­räuschen versteht man nicht mehr ausreichend.

 

Spätestens jetzt ist es höchste Zeit, sich um Hörhilfen zu kümmern, denn allein die klare, deutliche Aussprache des Gegenübers hilft jetzt nicht mehr.

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Der Hörtest 

Das geht schnell, ist schmerzlos und bringt Gewissheit. Kommen Sie in einem unserer Fachgeschäfte vorbei. Wir messen kostenlos und beraten Sie kompetent über den richtigen Zeitpunkt einer Versorgung, denn dieser ist nicht nur von der Indikation allein abhängig, sondern vom eigenen Leidensdruck. Dieser wiederum hängt von vielen Faktoren ab:  Vom Freundeskreis, vom eigenen Anspruch, von der Tätigkeit, von Hobbys, vom direkten Umfeld.

 

Aber Achtung, nicht die anderen sind schuld, weil sie undeutlich sprechen, sondern das Zusammenspiel einer Hörminderung, einer undeutlichen Aussprache und Hintergrundgeräusche. Der Mix macht es aus, warum wir uns dann dort nicht mehr wohl fühlen und uns zurückziehen!

 

Wir beraten Sie über eine unverbindliche Ausprobe und über die Übernahme von Ihren Kostenträgern ohne ein Budget berücksichtigen zu müssen. Niemand trägt Hörsysteme ohne einen klaren Nutzen für sich selbst zu erkennen. Unser professionelles Hörprofil berücksichtigt all diese Faktoren, für eine erfolgreiche Versorgung.

 

Der Sprachverfall 

Durch ständiges Hören und Ver­stehen erhalten wir unseren Wort­schatz. Diesen haben wir uns seit unserer frühesten Kindheit ständig erarbeitet.

 

Leider bleibt er nicht automatisch gespeichert.

 

Sprechgeschwindigkeit, Sprechme­lodie, Artikulation und Redundanz unserer Sprache werden durch das ständige Hören verarbeitet, ange­passt und erhalten. Lässt das Gehör nach, vermindert sich auch das Verstehen. Neuen Forschungser­gebnissen zufolge dauert es bei einem Hörverlust ca. 7 Jahre, bis Teile unseres Sprachverstehens unwiederbringlich verlorengegan­gen sind. Von da an bröckelt das Sprachverstehen kontinuierlich weiter.

 

Hören hält im wahrsten Sinne des Wortes unseren Geist jung und beweglich. Fachleute sprechen von der sog. Aktivierungsfunktion: Das Ohr versorgt die Hirnrinde mit Stimuli. Dadurch werden Denkfä­higkeit, Gedächtnis, Vitalität, Wachheit und Kreativität gestei­gert.

Stellen Sie sich vor, eine einmal erlernte Fremdsprache über meh­rere Jahre nicht zu Hören oder zu sprechen - was bleibt übrig? Jeder von uns kennt das Vergessen von einstmals Gelerntem.

  

Denken Sie an die Folgen für Spät­versorgte. Sie müssen das, was Sie schon mal beherrschten, neu er­lernen. Und selbst mit größtmögli­chem Trainingsaufwand erreichen diese Menschen nicht mehr 100%iges Verstehen.

Wann gehöre ich zum “alten Eisen“? 

Zunächst gilt: Beugen Sie vor und pflegen Sie Ihre Ohren, Ihren Hörsinn.

Gut zu hören ist besser als fast „doof“ (sprichwörtl. aus dem rheinländ. = fast taub) daneben zu stehen.

Sehen Sie die Hörhilfen als Mittel zum Zweck. Wenn jemand schlecht sieht, greift er zur Brille oder zu Kontaktlinsen. Wenn je­mand schlecht hört, greift er zum Hörsystem.

Sie wollen besser und gut hören? Sie wollen Lebensqualität und Le­bensstil? Dazu gehört, dass der Hörsinn funktioniert.

 

Folgeerscheinungen von Hördefiziten

Da die Schwerhörigkeit, wie man glaubt, „unsichtbar“ ist, werden Versorgungen häufig erst beim Auftreten von Folgeschäden durchgeführt.

Es gehört zum Wesen des Plau­derns, das die Unterhaltung für die Gesprächspartner leicht, unbe­schwert und angenehm verläuft. Anders bei Menschen mit Hörver­lust: Sie sitzen ständig voll konzen­triert in der Runde und versuchen dem Gesprächsthema zu folgen.

Das ist Höchstleistung - und kein angenehmes Plaudern.

Oft geht der Wechsel eines Ge­sprächsthemas am Betreffenden vorbei, er läuft mit seiner Antwort praktisch ins Leere und fühlt sich blamiert. Schnell führen solche Erlebnisse zur Resignation und zu einem Zurückziehen. Folgen hieraus sind Vereinsamung und ein Begrenzen der Aktivitäten auf die Bereiche, in denen sich der Schwerhörige sicher fühlt. Ausgestoßen, mitten unter plau­dernden Menschen.

Man ist dabei, aber man kann nicht mitmachen. Viele psychosomatische Erkran­kungen sind Folgeerscheinungen einer Schwerhörigkeit.

 

Demenz und Hörverlust werden seit einigen Jahren in direkten Zusammenhang gebracht.

Lassen Sie es nicht soweit kommen - beweisen Sie Vitalität!

 

Hörtraining

Als peripheres Hören wird die Fähigkeit Töne, Klänge und Geräusche im Ohr aufzunehmen bezeichnet, die dann in der zentralen Hörverarbeitung in sinnvolle Informationen umgesetzt werden. Die unterste Funktion dieser Hörverarbeitung nennen wir Low-Level-Funktion, die sich in acht wesentliche Funktionen unterteilen lässt und die Grundlage sprachlicher Kompetenz bildet.

 

Lebenslauf der Hörfunktion

Low-Level-Funktionen 

Visuelle Ordnungsschwelle

Sie spielt eine wichtige Rolle beim zügigen Lesen.

Auditive Ordnungsschwelle

Sie ist eine wichtige Voraussetzung für das schnellere Umsetzen gehörter Sprache.

Richtungshören

Um beispielsweise eine einzelne Stimme aus dem räumlich verteilten Stimmengewirr in einer Konferenz herauszuhören, unentbehrlich.

Tonhöhendiskrimination

Sie wird u.a. für die treffsichere, rasche Dekodierung der Sprechmelodie benötigt.

Auditiv-motorische Koordination

Sie ist ein Maß der wichtigen Koordination beider Hirnhälften.

Reaktionszeit

Sie ist beispielsweise bei der schnellen und optimalen Wortwahl bedeutsam.

Auditive Tonmuster-Erkennung

Sie ist ein wichtiges Element für die Sinnentnahme der Sprechmelodie.

Auditive Zeitmuster-Erkennung

Sie ist ein wichtiges Element für das Erkennen des Sprechrhythmus.

 

Kompensation anfänglicher Hörminderungen

Diese Automatisierungsfunktionen sind unabhängig von Intelligenz und nehmen leider bereits ab dem 20. Lebensjahr wieder stetig ab. Die gute Nachricht dabei ist aber, dass diese Funktionen durch ein wissenschaftlich nachgewiesenes und patentiertes, handliches Gerät trainierbar sind. So, dass ein 70-jähriger nach wenigen Monaten die Sprachentschlüsselung eines 20-jährigen erreichen kann. 

Somit ist z.B. Sprachverstehen, Richtungshören (und da meinen wir nicht die Unterscheidung zwischen rechts und links, sondern die Unterscheidung auf fünf Winkelgrade genau - damit in Gesellschaft einzelne Sprecher zuordenbar bleiben, gemeint), Wortwahl, Konzentration und Entscheidungsfreude deutlich verbessert.

Sogar anfängliche Hörminderungen können damit kompensiert werden und für den Fall einer späteren Hörsystemversorgung ist die Sprachentschlüsselung so aktiv, dass ein Hören in geräuschvoller Umgebung mit dem Hörsystem auch keine Hürde mehr darstellt. Natürlich können bereits versorgte Hörsystemträger mit den genannten Problemen dieses Training nachholen.

 

Bei den meisten Innenohrschäden werden oft hohe Töne schlecht gehört. Dies wirkt sich vor allem auf das Sprachverstehen aus.

 

Weil die Nervenzellen der Hörbahnen nicht mehr stimuliert werden, bilden sie sich zurück und bauen ihre Verknüpfungen zu benachbarten Nervenzellen (Synapsen) ab. Während die Schädigung der Haarsinneszellen nicht mehr umkehrbar ist, lassen sich durch gezieltes Training die Verknüpfungen von Nervenzellen der Hörbahnen wiederaufbauen, verbessern und neue Synapsen anlegen.

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Das Baumann Hörtraining macht Hörsysteme noch leistungsfähiger

Für den Fall, dass eine gewisse Entwöhnung von alltäglichen Geräuschen über viele Jahre stattgefunden hat, halten wir für Sie ein aktives Hörtraining mit wissenschaftlich fundiertem Nutzen bereit.

In nur 10 – 20 min/tgl. lernen Sie mit modernsten Mitteln innerhalb von zwei Wochen Geräusche und Klänge neu und sicher zuzuordnen und haben dadurch die Möglichkeit in geräuschvoller Umgebung von Anfang an besser zu verstehen.

Auch der Vergleich verschiedener Hörsysteme wird dadurch maßgeblich erleichtert.

  

 

Versorgung

Ziel einer Versorgung bei uns ist das regelmäßige Tragen über mindestens 10 Std. täglich, ohne dass Sie merken Hörsysteme zu tragen, mit dem Unterschied besser zu verstehen.

Ein Äquivalent zur Lesebrille fürs zeitweise Hören gibt es nicht, da Gespräche meist mit Hintergrundgeräuschen ablaufen und wir hierfür eine gewisse Gewöhnung brauchen.

Nehmen Sie sich Zeit für die Versorgung und setzen Sie sich mit den Besonderheiten in der Gewöhnungsphase auseinander und Sie werden den Erfolg verspüren und viel Freude, vor allem Nutzen daraus ziehen.

Da ein Hörverlust oftmals schon mehrere Jahre zurückliegt und meist hohe Töne betroffen sind, fehlt der Vergleich zum Klangbild von damals. Die hohen Töne sind aber wichtig für die Deutlichkeit und für das Richtungshören, was wir für die Trennung einzelner Gespräche brauchen.

 

Hinzu kommt, dass die Empfindlichkeit gegen Lautes oftmals auch noch frequenzabhängig zugenommen hat. Dies ist der Grund, warum Hörsysteme Leises mehr und Lautes weniger unterstützen sollen. Dies ist auch noch für hohe (helle) und tiefe (dunkle) Töne unterschiedlich.

Die heutigen Hörcomputer sind in der Lage in Echtzeit in bis zu 50 Kanälen unterschiedliche Lautstärken zu übertragen und diese auch nach Sprachgehalt und Richtung zu bewerten.

Je besser wir das noch zur Verfügung stehende „Resthörfeld“ kennen, desto besser kann die Einstellung vorgenommen werden.

Sie als Kunde kommen zu uns „um besser zu hören“, meinen damit aber „um besser zu verstehen“.

Die einzelnen Hersteller verfolgen jedoch unterschiedliche Strategien um im gegenseitigen Wettbewerb zu punkten. Oftmals steht optimales Sprachverstehen der Erstakzeptanz hintenan, da wegen der Entwöhnung die hohen Töne unangenehm und schrill sind. Sogar Apps machen es möglich sein Klangbild heute selbst zu wählen.

 

  

Hierzu gibt es Studien, die nachweisen, dass selbstanpassende Hörsysteme in keinster Weise das vorhandene Potential an Sprachverstehen ausnutzen. Es ist Ihnen also nicht geholfen, wenn von Ihnen selbst oder dem Akustiker ein vermeintlich angenehmer Klang aufgrund der fehlenden Gewöhnung eingestellt wird und Sie dadurch nie in die Gewöhnungsphase zu einem guten Sprachverstehen kommen.

 

Leider läuft gutes Sprachverstehen dem angenehmen Klang anfangs entgegen!

Wir passen Hörsysteme deshalb nicht nur nach Hersteller-Empfehlung und genormten Algorithmen an, sondern Skalieren das individuelle Lautstärkeempfinden herstellerübergreifend.

Dadurch werden die Automatiken der einzelnen Kanäle im Hörsystem bestmöglich auf Ihre Lautstärkeempfindung angepasst. Der optimale Seitenausgleich, über alle Frequenzen hinweg, ist dadurch gewährleistet – ein Lautstärkeregler oder eine Fernbedienung ist daher nicht nötig. Ein Mehrfaches subjektives „Umstellen“ ist daher bei uns auch überflüssig.

 

Wir vergleichen die Höranstrengung in geräuschvoller Umgebung herstellerübergreifend und geben Ihnen im Vorfeld zur individuellen Ausprobe echte Vergleichswerte an die Hand.

Heute ist es möglich, alle Kategorien der Hörsysteme auf ein maximales Sprachverstehen einzustellen und dennoch gibt es gerade in langen Gesprächen mit Hintergrundgeräuschen Unterschiede. Der Erfolg in dieser Situation entscheidet oft ob ein Hörsystem getragen wird oder nicht. Wir verwenden bei jeder Versorgung dieses Werkzeug zum Vergleich.

 

Individuelle Ankopplung ans Ohr

Mit zunehmendem Alter, unabhängig einer Hörminderung, verlangsamen sich die Low Level Funktionen. Dies hat zur Folge, dass wir in geräuschvoller Umgebung unterschiedliche Sprecher schlechter voneinander trennen können. (Ein 20-jähriger kann gegenüber einem 50-jährigen oft drei Sprecher gleichzeitig aufnehmen.)  

 

Deshalb haben moderne Hörsysteme heute alle Geräuschunterdrückungseinrichtungen und Mehrmikrofonanlagen, um den Schall von unterschiedlichen Richtungen zu berücksichtigen und diese Situation zu erleichtern. Die Höranstrengung sinkt. Je älter der Träger und je höher der Hörverlust ist, desto größer ist der Nutzen.

 

Diese Systeme können aber nur optimal funktionieren, wenn eine professionelle Ankopplung ans Ohr erfolgt.

Diese Otoplastiken (Ohrpasstücke) sind entscheidend für den Tragekomfort, aber auch für die Geräuschunterdrückung.

 

Jede Versorgung sollte das Gefühl einer „offenen“ Ankopplung vermitteln und dennoch müssen die Geräuschparameter (Größe der Bohrungen sind entscheidend für Zu- und Abfluss des Schalls) exakt auf den Hörverlust und das Hörsystem abgestimmt werden.

 

Spezial-Materialien ermöglichen Atmungsaktivität und Bewegung beim Kauen.

 

Wir berücksichtigen bei jeder Versorgung die individuelle Ohrverstärkung mittels Sondenmessung vor dem Trommelfell und beziehen diese bei der Vorberechnung mit ein.

 

Wir sensibilisieren im Bedarfsfall die Hörwahrnehmung mit einem aktiven Hörtraining um Ihnen die Eingewöhnung gerade in lauten Umgebungen zu erleichtern.

 

 

Nachsorge

Bereits nach ca. 8 Wochen ist der größte Teil der Gewöhnung erfolgt und Sie haben Ihren ersten Termin zur Feinanpassung. Hierzu erhalten Sie von uns einen Fragebogen, den sie während der Überprüfung Ihrer Hörsysteme ausfüllen können.

 

Wir besprechen nochmals alle Möglichkeiten der Pflege, Reinigung und unser Serviceangebot für Sie durch.

 

Bereits beim Gerätekauf bieten wir Ihnen Servicepakete inclusive einer Verlustabsicherung mit einem geringen Eigenanteil zu speziellen Vorzugspreisen an, die sie jährlich verlängern können.

Wenn Ihre Hörsysteme eine durchschnittliche Tragezeit von mind. 10 Std. täglich anzeigen erfolgt eine weitere Feinanpassung mittels Hörfeldskalierung. Individuell fragen wir lautes, leises, helles, dunkles Rauschen nach Ihrer Einschätzung ab und gleichen dies gemäß der Gewöhnungsstufe an den Normalhörenden an.

 

 

Meist können zu dieser Zeit die feinen hellen Töne weiter optimiert werden. Dies hat zur Folge, dass ihr Richtungshören und damit einhergehend die Trennung einzelner Sprecher in Gesellschaft verbessert wird. Die Folge: Sie verstehen besser.

In regelmäßigen Abständen empfehlen wir die Hörsysteme überprüfen zu lassen. Gerne mit Termin, oder kommen Sie einfach vorbei.

Wenn Sie das Gefühl haben, nicht mehr so gut zu hören aber spätestens jährlich sollte die Skalierung wiederholt werden damit ist sichergestellt, dass Sie optimal eingestellte Hörsysteme besitzen und sich nicht wieder an eine schlechtere Hörleistung gewöhnen.

Alle Feinanpassungen über die gesamte Laufzeit Ihrer Versorgung ist für Sie als Stammkunde kostenlos.

 

Zufriedenheit durch Akzeptanz

Die in einer umfangreichen Studie der Universität Würzburg wichtig­sten Faktoren dafür sind die si­chere Bedienung und die Unauf­fälligkeit. Insgesamt waren 70% der Befragten mit ihrer Hörgerätever­sorgung zufrieden oder sogar sehr zufrieden. Als deutlich verbessert - im Vergleich zum Hören ohne Hilfsmittel - wird das Hören in ru­higer Umgebung empfunden. Et­was Geduld gehört allerdings dazu: Ein Viertel der Befragten gab an, länger als drei Monate gebraucht zu haben, bis sie sich an Hörsysteme gewöhnt hatten.

Wer weiß wie seine Hörsysteme funktionieren, hat offenbar den größten Nutzen davon. Die Studie ergab, dass die Zufriedenheit mit den Hörsystemen durch gezieltes Üben der Handhabung verbessert werden kann.

 

„Je jünger Schwerhörige sind, de­sto schneller und besser gewöhnen sie sich an ihre Hörsysteme und umso zufriedener sind sie.“ - Fazit der Universität Würzburg

 

 

Kosten

Grundsätzlich werden Versorgungen in guter Qualität von den Leistungsträgern übernommen. Komfortausstattungen, TV und Telefonanbindungen, besonders kosmetische Bauformen, Pflege und Reinigung werden in der Regel nicht übernommen.

Wir bieten Ihnen in allen Versorgungkategorien kosmetisch ansprechende, zuverlässige und aktuelle Modelle an. Alle Hörsysteme werden bei uns von erfahrenen Hörakustikern optimal angepasst und nachbetreut und dies weit über den Anforderungen der Krankenkassen. Für den Aufwand der jährlichen Feinanpassung oder Neueinstellung nach verändertem Hörverlust in Erstanpassqualität entstehen Ihnen keine weiteren Kosten.

Gesetzlich Versicherte erhalten bei uns bereits mit einer gesetzlichen Zuzahlung von derzeit 10,-- Euro pro Seite Hörsysteme in guter Qualität von namhaften Herstellern mit Störgeräuschunterdrückung, Richtmikrofontechnik, Rückkopplungsmanagement und Programmumschaltung.

 

Lassen Sie sich ausführlich beraten welche Bauformen und Ausführungen für Sie geeignet sind und welcher Pflegeaufwand damit verbunden ist. Da gesetzliche Krankenkassen nur noch Pauschalen für Reparaturen bezahlen ist es uns wichtig mögliche Folgekosten vorab zu besprechen damit Sie viele Jahre Freude mit Ihrer neuen Hörlösung haben.

 

Kassenleistung

Gesetzlich

Seit 2013 wurden gesetzliche Krankenkassen endgültig zu höheren Festbeträgen verpflichtet. So erhalten Sie als gesetzlich Versicherter ca. 700,-- Euro pro Seite für eine Versorgung mit einem Hörsystem zzgl. ca. 35,-- Euro je Ohrpassstück.

 

Auch wird bei der Versorgung eine Pauschale von bis zu 140,- Euro pro Hörsystem für 6 Jahre an den Akustiker ausbezahlt. Diese ist in dieser Zeit für Reparaturen und Kleinstservice außerhalb der Garantie anzuwenden. Sie deckt ausschließlich Reparaturen ab, die von Ihnen nicht selbst durch falsche Handhabung, Verschmutzung durch Ohrenschmalz oder Feuchtigkeit verursacht wurden.

 

Für die Erstversorgung fordern die Kassen eine ohrenärztliche Verordnung. Die Versorgung gilt für 6 Jahre. Nachversorgt werden kann von uns, ohne eine weitere Verordnung direkt nach 6 Jahren. Ausnahmen zur früheren Versorgung gibt es nur bei einer umfangreichen Hörverschlechterung oder beim Verlust des Hörsystems. Die Abrechnung mit allen Formularen erfolgt von uns direkt mit Ihrer Kasse.

 

Privat

Hier entscheidet ein individueller Vertrag. Meist finden Sie die Formulierung „medizinisch notwendig“. Dies bedeutet zwar den bestmöglichen Ausgleich, aber das heißt nicht, dass die Kosten der teuersten Versorgung übernommen werden. Erfahrungsgemäß übernehmen private Kassen Kosten von 1500,-- Euro – 2000,-- Euro pro Seite, was einem 2,3-fachen Satz entspricht.

Reparaturen und Serviceleistungen erhalten Sie je nach Freibetrag dem Aufwand entsprechend. Einreichen und abrechnen müssen Sie selbst. Gerne unterstützen wir Sie bei den Formalitäten.

 

Achtung

Vereinzelt sind private Kassen dazu übergegangen Ihnen Partnerakustiker zu benennen. Oft handelt es sich um ein Onlineportal, dass Sie vermeintlich herstellerübergreifend berät, aber in Wirklichkeit Produkte eines unter Vertrag stehenden Akustikers in Ihrem Postleitzahlengebiet empfiehlt. Der Akustiker wird dann mit einer geringen Dienstleistungspauschale abgespeist, so dass dieser auch nur bereit ist ein Minimum an Dienstleistung zu erbringen.

Wären Sie z.B. bereit, bei gleicher Prämie, ihr neu gekauftes Auto bei einem Unfall in Polen reparieren zu lassen, nur damit die Versicherung Kosten spart?

Meist hängen direkte Empfehlungen mit finanziellen Vorteilen zusammen, gehen Sie damit sehr sensibel um, denn es geht einzig und allein um Ihren Hörerfolg!

 

Beihilfe, Zusatzversicherungen

Hier erhalten Sie meist den prozentual vereinbarten Anteil. Gerne stellen wir Ihnen Zweitschriften dafür aus.

 

Rentenkassen, Berufsgenossenschaften und sonstige Leistungsträger

Wir sind zugelassener Leistungserbringer aller Kostenträger und beraten Sie hierzu kompetent und voll umfänglich.

 

 

Versorgungskategorien

Jede Versorgungskategorie teilt sich in die Personalisierung (Anamnese, Beratung, ggf. Hörtraining, gleitende Anpassung mit Skalierung und ANL- oder SNR- Messung, Vergleich, Einweisung und Kontrolle) und Nachbetreuung (regelmäßige Nachanpassung auf die veränderten Bedingungen bzw. regelmäßige Kontrolle, ob eine Veränderung vorliegt und ob es Verbesserungspotential im Komfort und Sprachverstehen gibt) für in der Regel 6 Jahre und dem zu dieser Kategorie gehörendem Hörsystem.

 

Damit eine Versorgung zum Erfolg führt, kalkulieren wir bei einer Basisversorgung mind. 3 Std. für die Versorgung und 3 Std. für die Nachbetreuung.

In der Mittelklasse 6 Std. für die Versorgung und 4,5 Std. für die Nachbetreuung.

In der Ober- und Premiumklasse 9 Std. für Versorgung und Vergleich und 8 Std. für die Nachsorge.

Dies sichert Ihnen eine optimale Versorgung weit über die Anforderungen der Kostenträger.

 

Wir legen besonderen Wert auf eine offene Preisgestaltung und deshalb kommen diese Kosten nicht zusätzlich hinzu, sondern sind in der jeweiligen Versorgungskategorie bei uns bereits enthalten.

 

Trotzdem haben wir marktübliche Preise, legen aber besonderen Wert auf die Qualität unserer Arbeit. Denn nur deshalb werden Hörsysteme von uns mehr als 10 Std. täglich getragen und liegen nicht in der Schublade.

 

Ein Paar Preisbeispiele

Bereits ab 10,- Euro pro Seite erhält der gesetzlich Versicherte die Basisversorgung, von namhaften Herstellern mit Störgeräuschunterdrückung, Richtmikrofontechnik, Rückkopplungsmanagement und Programmumschaltung, mit manueller Bedienung und in einer zuverlässigen und robusten, guten Qualität, damit möglichst keine Folgekosten für Sie durch falsche Handhabung entstehen können.

 

Für kosmetisch sehr anspruchsvolle Lösungen sollten Sie mit ca. 800,- Euro Eigenanteil (gesetzlich versichert) für beide Seiten rechnen.

 

Für mehr Hörkomfort sollten Sie dann zusätzlich ca. 1000,- Euro investieren. Das ist dann fast doppelt so teuer, aber dafür erhalten Sie eine gute Mikrofonautomatik, die Ihnen das Umschalten abnimmt und es besteht die Möglichkeit TV oder Telefon zu koppeln.

 

Viele Kunden entscheiden sich für das gute Mittelfeld und erhalten eine sehr feinfühlige Mikrofonautomatik, Wind- und Impulsunterdrückung, damit die Dunstabzugshaube oder Geschirrgeklapper nicht störend wirken. Auch kann das Telefon dann schon auf beide Ohren übertragen werden. Hierfür müssen Sie dann den Eigenanteil nochmals verdoppeln, haben aber dann für die nächsten sechs Jahre eine optimale und sehr komfortable Versorgung, die Ihnen in vielen Situationen jegliche Höranstrengung reduziert. 

 

Natürlich gibt es darüber noch den Premiumbereich, der Ihnen höchsten Komfort bietet. Natürliche Wahrnehmung in allen Situationen und höchste Ansprüche stehen im Mittelpunkt und wenn Sie sehr hörentwöhnt sind, können Ihnen diese Systeme eine echte Hilfe sein und die Höranstrengung auf ein Minimum reduzieren.

Aber in vielen Fällen lässt sich vieles durch Gewöhnung erreichen. Neuste Entwicklungen haben bei vielen Branchen Ihren Preis, aber in Folge profitiert davon die Mittelklasse.

Diese Systeme sind so vielseitig in den Möglichkeiten, dass meist große Ketten darauf nicht geschult sind und diese erst gar nicht anbieten oder nur ein Mindestmaß in der Einstellung (First Fit – mit geringer Gewöhnungsstufe, bestenfalls 100% Gewöhnung) erbringen. Wir als Spezialisten auf diesem Gebiet personalisieren Ihre Einstellung auf den individuellen Anspruch und Bedarf mit bestem Sprachverstehen und optimaler Störgeräuschunterdrückung und berücksichtigen den Superfocus so, dass Sie den größten Nutzen daraus ziehen können.  

 

 

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